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Tagestour: Naturpark Südheide - In einem Bächlein helle

Wandergebiet W6 Naturpark Südheide: In einem Bächlein helle


Die Wanderungen führen in die Niederung des Weesener Baches, der in Hermannsburg unter dem Namen "Lutterbach" bekannt ist. Mit seinem klaren und sauberen Wasser und dem geschwungenen Verlauf gehört der Bach zu den besonders naturnahen Heidebächen der Südheide.

Von seinem Quellgebiet bei Lutterloh bis zu seiner Einmündung in die Örtze bei Hermannsburg legt er 11 km zurück. 1999 wurde die Bachniederung als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Naturnahe Gewässerabschnitte, Bach begleitende Erlen-, Weiden- und Röhrichtsäume sowie Reste von Bruch- und Sumpfwald waren dafür ausschlaggebend.

 

Am Parkplatz in Weesen beginnen die Wanderungen, einem Ortsteil nordöstlich von Hermannsburg. Sie führen durch den kleinen Heideort in die Niederung des Weesener Baches. Wahlweise kann die Tour bis an den Ortsrand von Hermannsburg im Westen oder bis zum Quellgebiet des Baches bei Lutterloh im Osten ausgedehnt werden.

Adresse Parkplatz Weesen:

29320 Hermannsburg, Weesener Str./Postweg

Position: N 52° 49.99756', E 010° 08.14161'


Kurze Tour: 2,3 km

Mittlere Tour: 6,9 km

Lange Tour: 16,0 km


Die drei Touren des Wandergebietes W6 sind mit dem abgebildeten Piktogramm beschildert. An Abzweigungen ist die kurze Tour mit einem kleinen grünen Kreis gekennzeichnet, die mittlere Tour mit einem mittleren gelben Kreis und die lange Tour mit einem heidefarbenen großen Kreis.



Weitere Informationen und Tipps zu den Touren des Wanderparadieses Südheide finden Sie auch hier im Region Celle Navigator.



Wissenswertes zum Wandergebiet W6 "In einem Bächlein helle"


Der Weesener Bach

Der Weesener Bach, in Hermannsburg auch unter dem Namen "Lutterbach" bekannt, gehört mit seinem klaren und sauberen Wasser und dem geschwungenen Verlauf zu den besonders naturnahen Heidebächen der Südheide. Von seinem Quellgebiet bei Lutterloh bis zu seiner Einmündung in die Örtze bei Hermannsburg legt er 11 km zurück.


Ursprünglich hatte der Weesener Bach seine Quelle in einem Moorgebiet südlich von Lutterloh. Zur Entwässerung der umliegenden Felder wurde der Bach durch einen Graben verlängert. Das Moor wurde in ein Teichgelände umgewandelt. Seitdem die Naturschutzbehörde des Landkreises Celle das Gebiet betreut, gehen keine schädlichen Einflüsse mehr von den Teichen auf den Bach aus.


Die gesamte Bachniederung mit einer Größe von 348 ha wurde 1999 unter Naturschutz gestellt. In Folge des naturnahen Gewässerzustandes konnte sich im und am Bach eine hohe Artenvielfalt erhalten. Neben Fischarten wie Bachforelle, Groppe und Elritze leben hier unter anderem seltene Libellen wie die Blauflügel-Prachtlibelle und die Zweigestreifte Quelljungfer. Unter den sieben vorkommenden Lurcharten ist der Feuersalamander ganz besonders erwähnenswert, weil es sich um eine Art handelt, die fast nur in den Mittelgebirgen lebt. Mit etwas Glück ist der Eisvogel zu beobachten und in manchen Wintern geht auch die Wasseramsel am Weesener Bach auf Nahrungssuche, ebenfalls eine Art, die vorrangig in den Mittelgebirgen lebt. Vor einigen Jahren hatte sie am Weesener Bach sogar schon mal gebrütet.


Gewässerunterhaltung

Der Weesener Bach wurde in der Vergangenheit streckenweise begradigt und vertieft. Im Rahmen der Unterhaltung wurde er in den 1970er Jahren zudem regelmäßig maschinell geräumt. Ausbau und Räumungen führten zum Verlust des wichtigsten Lebensraumes im Bach, der Kiessohle. Die Folge war ein sehr starker Sandtrieb, wodurch sich die letzten Kiesbänke zusetzten.


Auch der Einsatz großer Sandfänge konnte dies nicht verhindern. In dem versandeten Untergrund können wirbellose Tiere wie die Larven der Eintags-, Stein- und Köcherfliegen, die auf ein grobkörniges Sohlsubstrat als Lebensraum angewiesen sind, nicht überleben und fallen als Nahrungsquelle für Fischarten wie die Bachforelle aus. Forellen benötigen zum Laichen ebenfalls einen kiesigen Untergrund. Wird dieser von Sand bedeckt, ersticken die Larven und eine erfolgreiche Fortpflanzung wird unterbunden.


Bürgerinnen und Bürger sowie örtliche Vereine versuchten dieser Entwicklung entgegenzuwirken. So wurde erreicht, dass die maschinelle Räumung unterblieb. Seit 1984 werden große Abschnitte des Baches nur noch von Hand unterhalten. Der eigens dafür gegründete Verein "Naturschutzfreunde Weesen e. V." führt diese Arbeiten jährlich im Herbst durch und trägt darüber hinaus durch Gestaltungsmaßnahmen am Gewässer zu einer naturnahen Weiterentwicklung bei.


Die Luttermühle

Kurz vor der Mündung des Weesener Baches in die Örtze befindet sich am Ortsrand von Hermannsburg die Luttermühle. Es handelt sich um eine alte Wassermühle, die seit 1757 sowohl als Sägemühle als auch als Getreidemühle in Betrieb war und heute unter Denkmalschutz steht. Seit einem Brand im Jahre 1995 ist der Betrieb eingestellt. Das Wasserrad wurde erneuert und dient zeitweise der Stromerzeugung.


Für die Wasserversorgung der Mühle wurde ein etwa ein Kilometer langer Kanal ausgehoben, der vom Weesener Bach gespeist wird. An der Sägemühle entstand zusätzlich ein Teich als Wasserspeicher, um bei Bedarf über größere Wasserkraft verfügen und beispielsweise große Eichen sägen zu können.

Bilderstrecke

  • Am Weesener Bach
  • Piktogramm "In einem Bächlein helle"
  • Pause an der Luttermühle
  • Die Luttermühle im Winter
  • Brücke über den Weesener Bach
  • Der Blutweiderich blüht an Bachläufen

Bewegen Sie die Bilder mit Hilfer der Pfeiltasten nach links oder rechts und klicken Sie auf eines der Bilder, um eine größere Version des Bildes zu sehen

Etappen

Kurze Tour (2,3 km) In einem Bächlein helle

Die kurze Tour an den Weesener Bach startet am Wanderparkplatz in Weesen und führt in Richtung Osten. Bald geht es links durch die Bachniederung und über eine Brücke. Nachdem der

Mittlere Tour (6,9 km) In einem Bächlein helle

Die mittlere Tour an den Weesener Bach folg der kurzen, aber am Weesener Sportplatz führt der Weg weiter nach Westen. Durch Nadelwald geht es Richtung Hermannsburg bis in ein Teichgebiet,

Lange Tour (16,0 km) In einem Bächlein helle

Die lange Tour begleitet fast den gesamten Lauf des Weesener Baches von Lutterloh bis Hermannsburg. Vom Wanderparkplatz in Weesen aus führt der Weg zunächst auf der südlichen Bachseite vorbei am

Unterkünfte entlang der Tour

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***

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