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Tagestour: Naturpark Südheide - Auf den Spuren des großen Waldbrandes

Wandergebiet W 11 Naturpark Südheide: Auf den Spuren des großen Waldbrandes


Während der Waldbrandkatastrophe in den Landkreisen Celle und Gifhorn im Jahre 1975 brannten die Wälder im Bereich der Wanderstrecke großflächig ab. Insgesamt wurden über 7.000 ha Wald ein Opfer der Flammen. Die Wanderung veranschaulicht, wie sich die Natur die Landschaft nach diesem Großschadensereignis zurückerobert hat. Heute ist wieder ein ausgedehntes Waldgebiet vorhanden und nur die vergleichsweise jungen Bäume verraten noch etwas von der dramatischen Vergangenheit. Einige Flächen wurden nicht wieder aufgeforstet, sondern zu Heiden entwickelt. Sie bereichern heute die Landschaft ebenso wie der malerisch am Fuße einer ausgedehnten Heidefläche gelegene Angelbecksteich, der in erster Linie angelegt wurde, um zukünftige Waldbrandkatastrophen zu verhindern. Bei einem Waldbrand dient der Teich der Feuerwehr dazu, Löschwasser aufzunehmen. Brandschutzstreifen und Waldränder aus Lärchen oder Laubbäumen sollen die Waldbrandgefahr heute reduzieren.


 

Ausgangspunkt:

Vom Wanderparkplatz "Angelbecks Teich" werden drei unterschiedlich lange Wandertouren angeboten.

Anfahrt zum Parkplatz "Angelbecks Teich”

Den Parkplatz bei Angelbecks Teich erreicht man über die L 281

von Oldendorf in Richtung Eschede. Nach ca. 3 km von Oldendorf

aus geht es rechts ab Richtung Dehningshof/Hof Severloh. Nach

weiteren 200 m führt der Weg links ab auf den Parkplatz.

Position: N 52° 47.31040', E 010° 07.55486'

 


Kurze Tour: 1,4 km

Mittlere Tour: 8,9 km

Lange Tour: 15,4 km


Die drei Touren des Wandergebietes W 11 sind mit dem abgebildeten Piktogramm beschildert. An Abzweigungen ist die kurze Tour mit einem kleinen grünen Kreis gekennzeichnet, die mittlere Tour mit einem mittleren gelben Kreis und die lange Tour mit einem heidefarbenen großen Kreis.



Weitere Informationen und Tipps zu den Touren des Wanderparadieses Südheide finden Sie auch hier im Region Celle Navigator.



Wissenswertes zu der Wandertour "Auf den Spuren des großen Waldbrandes"


Die Waldbrandkatastrophe von 1975

Für die verheerende Brandkatastrophe in der Südheide, der mehrere Feuerwehrmänner und über 7.000 Hektar Wald zum Opfer fielen, gab es verschiedene Ursachen. Der Sommer des Jahres 1975 war sehr heiß und trocken. Die Nadelwälder der Region waren ausgetrocknet und enthielten eine Menge Totholz, das noch von einem Orkan aus dem Jahre 1972 stammte. Das trockene harzreiche Holz der Kiefern fing unter diesen Gegebenheiten leicht Feuer. Genaue Brandursachen konnten nur in wenigen Fällen ermittelt werden. Vermutet wurden fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung sowie vom Bahnverkehr ausgehender Funkenflug.


Fatal wirkte es sich aus, dass die Brandherde für Löschkräfte über die unbefestigten Wald- und Heidewege nur schwer erreichbar waren und in den abgelegenen Gebieten kaum Löschwasser zur Verfügung stand. Das Wasser musste über weite Strecken herangeschafft werden. In der Nähe von Bahngleisen, etwa zwischen Eschede und Garßen, konnte die Bahnfeuerwehr Hannover mit ihrem Löschzug zum Einsatz kommen. Dafür standen vier Kesselwagen und ein Flachwagen zur Verfügung. Jeder Kesselwagen fasste 45.000 Liter Wasser. Auf dem Flachwagen wurde das Tanklöschfahrzeug transportiert. Zwei der Kesselwagen waren stets wassergefüllt. Die leeren Wagen brachte eine Diesellok nach Uelzen, um sie dort wieder zu befüllen. Auch drei Löschflugzeuge aus Frankreich wurden zur Unterstützung eingesetzt, um Ortschaften und Gehöfte gegen das Feuer zu verteidigen. Die Flugzeuge schöpften ihr Wasser im Steinhuder Meer.


Erst durch den Einsatz von etwa 11.000 Bundeswehrsoldaten und schweren Räumfahrzeugen konnten die Feuer eingedämmt werden, indem breite Brandschneisen gezogen wurden, an denen das Feuer schließlich zum Stehen kam. Neben den Soldaten kamen etwa 15.000 Feuerwehrleute aus dem gesamten Bundesgebiet zum Einsatz. Auch andere Behörden wie Polizei, Bundesgrenzschutz, Zoll, Technisches Hilfswerk und Forstverwaltung sowie die Hilfsorganisationen Rotes Kreuz, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hilfsdienst und Arbeiter-Samariter-Bund waren beteiligt.


Um Vorsorge für zukünftige Waldbrandereignisse zu treffen, wurden an vorhandenen Gewässern Löschwasserentnahmestellen eingerichtet. Außerdem wurden Löschteiche wie der Angelbecksteich neu angelegt und zahlreiche Löschwasserbrunnen gebaut. So ist sichergestellt, dass heute bei Bedarf genügend Wasser für Löschfahrzeuge zur Verfügung steht.


Aufforstung der Waldbrandflächen

Bei der Wiederaufforstung der vernichteten Wälder sollten zunächst mehr Laubbäume wie Eichen und Buchen gepflanzt werden, um die besonders feuergefährdeten Kiefernbestände zu ersetzen. Da jedoch die Humusanteile im Boden vielerorts während des Waldbrandes verglüht waren, konnte auf den kargen Sandböden nur die anspruchslose Kiefer angepflanzt werden. Für die Waldränder wurde vielfach die Lärche gewählt, um Brandschutzstreifen zu schaffen. Die Lärche verliert in jedem Winter ihre Nadeln. Die Nadelstreu verhindert einen dichteren Aufwuchs von Kräutern und Sträuchern und lässt dadurch Feuer kaum entstehen. Weniger gut bewährt haben sich Brandschutzstreifen, auf die die aus Nordamerika stammende Spätblühende Traubenkirsche gepflanzt wurde. Dieser Strauch breitet sich inzwischen von den Brandschutzstreifen kommend stark aus, verdrängt heimische Arten und erschwert die Verjüngung der Wälder.

Bilderstrecke

  • Rundwanderweg Angelbecksteich
  • Piktogramm zu den Spuren des großen Waldbrandes
  • Barierrefreie Informationstafeln
  • Angelbecksteich bei Hermannsburg
  • Pavillion mit Bank am Angelbecksteich
  • Angelbecksteich
  • Wanderwegweiser am Angelbecksteich
  • Barierrefreier Rundwanderweg Angelbecksteich

Bewegen Sie die Bilder mit Hilfer der Pfeiltasten nach links oder rechts und klicken Sie auf eines der Bilder, um eine größere Version des Bildes zu sehen

Etappen

Barrierefreier Weg (1,4 km) Auf den Spuren des großen Waldbrandes (kurze Tour)

Die kurze Tour startet am Wanderparkplatz „Angelbecksteich“ und führt nach Norden auf dem barrierefreien Rundweg um den Teich. Hier informieren zahlreiche Informationstafeln über die Tier- und Pflanzenwelt der Heide. Weiter

Mittlere Tour (8,9 km) Auf den Spuren des großen Waldbrandes

Die mittlere Tour führt nach Osten zu einer mit Heide bestandenen Lichtung. Weiter geht es zum Waldgebiet Vor dem Hassel und über die Landesstraße 281. Der Weg verläuft weiter Richtung

Lange Tour (15,4 km) Auf den Spuren des großen Waldbrandes

Die lange Tour folgt zunächst der mittleren und führt nach der Umrundung des Angelbecksteiches weiter nach Süden zum Dehningshof. An einer Schutzhütte gabelt sich der Weg , worauf es auf

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